Steffen Scherer

Profilkern der Lehre

Das Freiheitsprinzip

Das Ziel dieser Lehre ist nicht Bindung, sondern Befreiung.

Diese Lehre versteht sich nicht als geschlossenes Glaubenssystem, an das Menschen gebunden werden sollen. Sie beansprucht keine Gefolgschaft, keine geistige Unterordnung und keine besondere Stellung ihres Begründers, ihrer Vermittler oder einer daraus entstehenden Gemeinschaft.

Ihr Ziel ist nicht Bindung, sondern Befreiung.

Der Mensch soll durch diese Lehre nicht lernen, einer äußeren Autorität zu folgen. Er soll seine eigene Essenz erkennen, seiner eigenen Wahrnehmung vertrauen, seine Erkenntnisfähigkeit entwickeln und sein Leben aus seinem eigenen schöpferischen Zentrum heraus gestalten.

Die Lehre erfüllt ihren Sinn nicht dadurch, dass Menschen dauerhaft von ihr abhängig bleiben. Sie erfüllt ihn dort, wo Menschen durch ihre Grundlagen so frei, klar und selbstbestimmt werden, dass sie die Lehre schließlich nicht mehr als äußere Führung benötigen.

Auch die Lehre selbst darf deshalb nicht über dem Menschen stehen. Sie ist ein Erkenntnisraum, ein Wegweiser und ein Werkzeug. Sie soll geprüft, erfahren, vertieft und im eigenen Leben verkörpert werden. Sie darf jedoch niemals zu einer neuen Begrenzung, einer fremden Identität oder einem Ersatz für die eigene innere Autorität werden.

Der Lehrer steht nicht über dem Lernenden. Er besitzt keine höhere essenzielle Würde und keinen ausschließlichen Zugang zur Wahrheit. Seine Aufgabe besteht darin, Erkenntnisse zugänglich zu machen, Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen und Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigene Quelle und ihre eigene Freiheit zu erkennen.

Eine Gemeinschaft, die aus dieser Lehre entsteht, darf ihre Größe nicht aus Abgrenzung, Unterordnung oder der Abhängigkeit ihrer Mitglieder gewinnen. Ihre Stärke liegt in der Verbindung freier, selbstständiger und schöpferischer Menschen, die einander unterstützen, ohne ihre Individualität aufzugeben.

Der Mensch ist Teil des großen Ganzen und bleibt dennoch ein unverwechselbares individuelles Zentrum. Verbundenheit bedeutet deshalb keine Auflösung der eigenen Person und keine Unterwerfung unter eine kollektive Ordnung. Sie bedeutet, sich als Teil des Alls zu erkennen und zugleich aus der eigenen Essenz heraus frei zu handeln.

Die schöpferische Kraft liegt nicht außerhalb des Menschen und wird ihm nicht durch eine Lehre, einen Lehrer oder eine Gemeinschaft verliehen. Sie ist in seiner Essenz angelegt. Die Lehre kann helfen, diese Kraft zu erkennen, freizulegen und bewusst einzusetzen. Sie ist jedoch niemals deren Ursprung.

Der profilbildende Kern dieser Lehre liegt deshalb in folgenden Zusammenhängen:

Das Eine entfaltet sich in individuellen Essenzen. Jede Essenz ist ein wirklicher, unverwechselbarer Quellkern innerhalb des Ganzen.

Aus der Essenz entfaltet sich der vollständige Mensch mit Seele, Bewusstsein, Energie, feinstofflichen Ebenen und körperlicher Verkörperung.

Der Mensch ist nicht nur mit der Quelle verbunden. In seiner Essenz ist er selbst Quelle in individueller Form.

Verkörperung ist kein Abstieg aus der Spiritualität, sondern die Bewegung, durch die innere Möglichkeit zu Erfahrung, Handlung und gelebter Wirklichkeit wird.

Jede individuelle Erfahrung ist einmalig. Sie kehrt als Erkenntnis zur Essenz zurück und wird Teil des lebendigen Gedächtnisses des Ganzen.

Die Akasha-Chronik ist deshalb kein unveränderliches Drehbuch. Sie bewahrt das Verwirklichte, enthält Möglichkeiten und wird durch freie Entscheidungen und individuelle Erfahrungen fortlaufend aufgedeckt und weitergeschrieben.

Das All verwirklicht und erkennt seine Möglichkeiten durch seine individuellen Wesen, ohne deren Freiheit und Eigenständigkeit aufzuheben.

Das Ziel der Lehre besteht darin, Menschen zu befähigen, ihre eigene Quelle zu erkennen, ihre schöpferische Kraft bewusst zu leben und als freie, selbstbestimmte und zugleich mit dem Ganzen verbundene Wesen zu handeln.

Die höchste Verwirklichung dieser Lehre liegt daher nicht darin, dass ein Mensch ihr folgt.

Sie liegt darin, dass er frei wird.