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NLP-PRAXISKURS · MODUL 4 VON 16

Repräsentationen und Sinnesbeschreibungen erkunden

Innere Bilder, Klänge, Körperempfindungen und Worte genauer beschreiben und passende Darstellungsformen für konkrete Aufgaben erproben.

Acht Lernabschnitte · vier Schaubilder · Praxisjournal · acht Verständnisfragen

Plane etwa 140–180 Minuten einschließlich Partnerdialogen, Darstellungsvergleich und einer realen Anwendung ein; verteile die Arbeit auf passende Sitzungen.

Mit der Theorie beginnenZum Praxisjournal
Deine Audio-Kursbegleitung

Erklärungen hören, Fragen zur Lektion stellen und Übungen Schritt für Schritt bearbeiten.

Erfahrung beschreiben und Verständlichkeit praktisch prüfen

Vor einem wichtigen Gespräch sehen manche Menschen eine Szene vor sich, andere gehen ihren ersten Satz in Gedanken durch. Wieder andere brauchen vor allem eine Notiz, auf der steht, was sie ansprechen möchten. Dieses Modul hilft dir, deinen tatsächlichen Zugang zu erkennen und eine passende Hilfe zu wählen. Du lernst dafür auch die traditionelle NLP-Sprache der Repräsentationssysteme kennen.

Du verbindest die Fragenpraxis aus Modul 3 mit einer neuen Aufgabe: Du erkundest, wie eine Person etwas erlebt oder sich vorstellt, ohne ihr den Inhalt vorzugeben. Zuerst sammelst du eigene Erfahrungen, dann führst du einen Partnerdialog und vergleichst zwei Darstellungsformen anhand derselben praktischen Aufgabe.

An einer Tasse oder einem vertrauten Weg lässt sich die Unterscheidung zunächst einfach üben. Danach nutzt du sie für eine eigene Aufgabe, etwa ein Gespräch vorbereiten oder eine gemeinsame Planung verständlich machen. Du kannst mit offenen Augen arbeiten, skizzieren oder Vorgänge in Worte fassen. Kein bestimmtes inneres Bild ist dafür vorgeschrieben. Die Beispielszenen sind erfunden und zeigen mögliche Anwendungen.

Was du anschließend kannst

  • Die traditionellen Kategorien visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch verständlich erklären und innere Worte gesondert beschreiben.
  • Gegenwärtige Wahrnehmung, berichtete Erinnerung und ausdrücklich entworfene Vorstellung unterscheiden.
  • Sinnesbezogene Formulierungen erkennen und ihre konkrete Bedeutung durch offene Rückfragen überprüfen.
  • Einen Partnerdialog führen, in dem die erlebende Person die Beschreibungsform selbst bestimmt und die Zusammenfassung bestätigt.
  • Zwei Darstellungsformen bei einer konkreten Aufgabe erproben und Verständlichkeit, Ausführung und persönliche Vorliebe getrennt auswerten.

Dein persönlicher Lernweg: Du bearbeitest ein eigenes Anliegen und prüfst deinen eigenen Beitrag im Alltag. Die Partnerübungen unterstützen dein Lernen durch tatsächliche Rückmeldung. Die Anwendung mit anderen ist als zusätzlicher Übertragungsweg beschrieben. Zu deiner konkreten Selbstanwendung →

LERNABSCHNITT · 14 Minuten

1. Was mit einer Repräsentation gemeint ist

Eine Repräsentation ist hier die Form, in der du eine Erfahrung innerlich darstellst oder darüber berichtest. Wenn du an deine Haustür denkst, fällt dir vielleicht ein Bild ein, eine Wegfolge, das Geräusch des Schlüssels oder schlicht die Information, welche Farbe die Tür hat. Du musst nicht alle diese Formen zugleich erleben. Auch eine sachliche Beschreibung ohne anschauliches inneres Bild ist eine brauchbare Angabe.

Das NLP verwendet für solche Beschreibungsweisen den Ausdruck Repräsentationssysteme. Die traditionelle Einteilung orientiert sich an Sinnesbereichen. Als Arbeitsmodell hilft sie, unterschiedliche Aspekte einer Erfahrung anzusprechen. Sie ist keine vollständige Aufteilung des Denkens in voneinander unabhängige Fächer. Eine konkrete Erfahrung kann mehrere Sinnesaspekte, sprachliche Gedanken und Bedeutungen miteinander verbinden.

Unterscheide dabei den Inhalt von seiner Form. „Ein Gespräch mit meiner Kollegin“ ist ein Inhalt. Ein inneres Bild ihres Gesichts, der erinnerte Wortlaut eines Satzes und eine empfundene Anspannung beschreiben verschiedene Aspekte dieses Inhalts. Du kannst denselben Vorgang unterschiedlich darstellen. Welche Form gerade zugänglich ist, erfährst du durch den eigenen Bericht oder die Rückmeldung der betreffenden Person.

Eine äußere Darstellung ist wiederum etwas anderes: Eine gezeichnete Wegskizze liegt sichtbar vor, während eine vorgestellte Wegskizze innerlich beschrieben wird. Beide können beim Planen nützlich sein. Die Tatsache, dass jemand gern eine Zeichnung verwendet, sagt für sich genommen noch nicht, wie anschaulich seine inneren Bilder sind oder welche Form er bei einer anderen Aufgabe einsetzen wird.

Die Forschungsübersicht von Pearson und Kollegen beschreibt mentale Bildvorstellung als Forschungsgegenstand und untersucht ihre Beziehungen zur Wahrnehmung. Das begründet eine Beschäftigung mit inneren Vorstellungen. Die Studie bestätigt damit nicht automatisch jede NLP-Annahme zu Repräsentationssystemen. Für deine Praxis lautet der einfache Ausgangspunkt: Frage nach dem konkreten Erleben und halte die Antwort in ihrer eigenen Form fest.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Inhalt und Form auseinanderhalten

  1. Wähle einen vertrauten neutralen Gegenstand und notiere, woran du denkst.
  2. Beschreibe, was dabei tatsächlich zugänglich ist: Bild, Worte, Klang, körperlicher Eindruck oder ein sachliches Wissen.
  3. Kennzeichne die Inhaltsangabe und getrennt die Form deiner Beschreibung.
  4. Ergänze, ob du einen äußeren Gegenstand anschaust oder gerade ohne ihn darüber nachdenkst.
  5. Notiere ausdrücklich auch, welche angefragten Aspekte nicht auftauchen oder unklar bleiben.

Dein Ergebnis: Ein eigener Bericht, der Inhalt, Beschreibungsform und äußere Vorlage unterscheidet.

Zur Reflexion: Wo habe ich etwas wirklich erlebt und wo nur aus einer Erwartung ergänzt?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 14 Minuten

2. VAKOG und innere Worte praktisch unterscheiden

Die Abkürzung VAKOG steht im NLP für visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch. Visuell betrifft Sehen und visuelle Vorstellungen, auditiv Hören und vorgestellte Klänge. Olfaktorisch bezeichnet Geruch, gustatorisch Geschmack. Die Begriffe bieten eine Suchhilfe für verschiedene Beschreibungen einer konkreten Erfahrung. Nicht jeder Bereich ist bei jedem Beispiel relevant oder innerlich anschaulich zugänglich.

Kinästhetisch wird in NLP-Darstellungen häufig weiter gefasst als in einer engen bewegungsbezogenen Verwendung. Dazu werden unter anderem Berührung, Druck, Temperatur, Bewegung und körperliches Empfinden gezählt. Benenne im Gespräch deshalb den konkreten Vorgang: Spürst du den Kontakt zum Stuhl, beschreibst du eine Bewegung oder meinst du ein Gefühl wie Vorfreude? Solche Angaben sind unterscheidbar, auch wenn sie gemeinsam auftreten.

Ein Gefühl und eine Körperempfindung sind nicht dieselbe Beschreibung. „Ich bin erleichtert“ benennt ein Erleben; „Meine Schultern sinken und ich atme aus“ beschreibt einen körperlichen Vorgang. Du kannst nach einer körperlichen Begleitung fragen, wenn das für das Anliegen passt. Übernimm aber keine feststehende Übersetzung von einer bestimmten Empfindung zu einem bestimmten Gefühl. Die erlebende Person erläutert den Zusammenhang.

Innere Worte werden in manchen NLP-Schulen als auditiv-digital oder innerer Dialog bezeichnet. Gemeint ist sprachliches Denken, etwa das stille Durchgehen einer Einkaufsliste. Die Wörter können sich wie eine innere Stimme anfühlen oder ohne deutlich vorgestellten Klang auftreten. „Digital“ bedeutet in diesem Sprachgebrauch nicht, dass ein Computer beteiligt ist. Kläre lieber den tatsächlichen Bericht als das Etikett.

Ein hilfreiches Inventar enthält daher mehrere ausdrücklich benannte Spalten: äußere Sinneswahrnehmung, innere sinnesbezogene Vorstellung, innere Worte und persönliche Bedeutung. Bei einer Tasse können Wärme an der Hand, ein erinnertes Aroma, der Gedanke „Pause“ und das Gefühl von Entlastung nebeneinander vorkommen. Die Bedeutung ergibt sich aus dem persönlichen Zusammenhang; sie steckt nicht automatisch in der Farbe oder im Geruch der Tasse.

Sinnesaspekte einer konkreten Erfahrung

VAKOG bietet fünf Blickrichtungen. Innere Worte und persönliche Bedeutung werden zusätzlich in ihrer eigenen Form beschrieben.

Eine Erfahrung
Visuell
Sehen
Auditiv
Hören
Kinästhetisch
Körper / Bewegung
Olfaktorisch
Riechen
Gustatorisch
Schmecken
Zusätzlich getrennt beschreiben: innere Worte und persönliche Bedeutung
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Die Bereiche sind Beschreibungsangebote. Nicht jeder Aspekt muss bei der gewählten Erfahrung vorhanden sein. Die Darstellung ist keine Typeneinteilung und keine Abbildung von Gehirnarealen.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Ein Sinnesinventar anlegen

  1. Betrachte einen neutralen Alltagsgegenstand und beschreibe zunächst nur tatsächlich wahrgenommene Eigenschaften.
  2. Notiere anschließend ohne äußere Vorlage, was du davon innerlich beschreiben kannst.
  3. Ordne vorhandene Angaben den fünf Sinnesbereichen zu; lasse nicht vorhandene Aspekte ausdrücklich offen.
  4. Ergänze innere Worte und persönliche Bedeutung in getrennten Angaben.
  5. Prüfe bei jeder körperlichen Beschreibung, ob sie Kontakt, Bewegung, inneres Empfinden oder eine Gefühlsbezeichnung meint.

Dein Ergebnis: Ein ausgefülltes Sinnesinventar mit klar gekennzeichneten offenen Bereichen.

Zur Reflexion: Welche Unterscheidung hat meine Beschreibung genauer gemacht?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 14 Minuten

3. Wahrnehmung, Erinnerung und Entwurf auseinanderhalten

Wenn du einen Schlüssel vor dir betrachtest, stammt die aktuelle visuelle Information aus dem gegenwärtigen Blick auf den Gegenstand. Wenn du dich später daran erinnerst, berichtest du über eine Erinnerung. Wenn du dir einen Schlüssel in einer anderen Farbe vorstellst, entwirfst du eine Variante. Die drei Beschreibungen können ähnlich anschaulich wirken und haben dennoch einen unterschiedlichen Bezug.

Kennzeichne deshalb die Herkunft deiner Angaben. „Ich sehe jetzt zwei Kerben“ beschreibt gegenwärtiges Anschauen. „Ich erinnere zwei Kerben“ ist ein Erinnerungsbericht. „Ich stelle mir drei Kerben vor“ ist ein Entwurf. Ein lebhaftes inneres Bild ist für sich genommen kein Beleg dafür, dass ein Detail tatsächlich so vorhanden war. Für eine Sachfrage kannst du den Gegenstand erneut anschauen oder eine verfügbare Aufzeichnung prüfen.

Bei einer Beschreibung können die Ebenen gemischt sein. Du erinnerst den Raum und ergänzt beim Erzählen einen möglichen Gesprächsverlauf. Das ist für eine Planung brauchbar, wenn die Ergänzung erkennbar bleibt. Frage bei Bedarf: „Erinnerst du das als tatsächlich passiert oder ist das gerade eine mögliche Variante?“ Die Antwort entscheidet über die Kennzeichnung, nicht die Überzeugungskraft deiner eigenen Vorstellung.

Eine neue Vorlage verändert den weiteren Durchgang. Wenn du nach einer Erinnerung nochmals auf den Gegenstand schaust, steht dir danach zusätzliche Information zur Verfügung. Eine zweite Beschreibung ist deshalb kein unabhängiger Test derselben ursprünglichen Erinnerung. Halte die Reihenfolge fest und benenne, wann du nachgesehen hast. So wird aus einer kleinen Beobachtungsübung eine nachvollziehbare Dokumentation.

Für die folgenden Partnerübungen reicht ein einfaches Dreierformat: jetzt wahrgenommen, als erinnert berichtet, ausdrücklich entworfen. Es dient dazu, Aussagen verständlich einzuordnen. Du brauchst damit keine vollständige Gedächtnisprüfung durchzuführen. Wenn ein Detail nicht bekannt ist, kannst du es offenlassen. Wenn du einen künftigen Ablauf proben willst, darfst du ihn bewusst entwerfen und als Plan verwenden.

Drei unterschiedliche Bezüge einer Beschreibung

Gegenwärtiges Anschauen, erinnerter Bericht und bewusster Entwurf beziehen sich auf unterschiedliche Informationsgrundlagen.

Jetzt wahrgenommen
Als erinnert berichtet
Ausdrücklich entworfen
?
Grüner Einband liegt vor mir.
Ein Zeichen? Ich bin unsicher.
Ein Punkt als neue Idee.
Bei einer Sachfrage: erneut nachsehen und Reihenfolge festhalten.
Anschaulichkeit allein bestätigt kein Sachdetail.
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Anschaulichkeit allein bestätigt kein Sachdetail. Das erneute Nachsehen ergänzt äußere Information und wird als eigener Schritt dokumentiert.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Drei Herkunftsangaben erproben

  1. Schaue einen einfachen Gegenstand etwa zwanzig Sekunden an und notiere zwei aktuelle Wahrnehmungen.
  2. Wende dich ab und beschreibe zwei erinnerte Angaben; kennzeichne deine Unsicherheit, wo sie vorhanden ist.
  3. Entwirf ausdrücklich eine veränderte Variante und notiere die gewünschte Änderung.
  4. Schaue erneut nach und vermerke, welche Erinnerungsangabe du damit bestätigen oder korrigieren kannst.
  5. Halte die Reihenfolge und das neue Nachsehen fest, ohne Erinnerung und Entwurf nachträglich gleichzusetzen.

Dein Ergebnis: Drei getrennte Beschreibungen mit einer nachvollziehbaren Sachprüfung.

Zur Reflexion: An welcher Stelle habe ich eine Angabe anhand äußerer Information ergänzt?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 14 Minuten

4. Den eigenen Zugang ohne Vorgabe erkunden

Wähle eine gewöhnliche kurze Episode, etwa das Öffnen eines Fensters oder den Weg vom Hauseingang zum Briefkasten. Beginne offen: „Was ist dir davon jetzt zugänglich?“ Vielleicht erscheint ein Bild, eine Bewegungsvorstellung, ein einzelnes Wort oder nur eine Abfolge. Schreibe zunächst die freie Antwort auf. Erst danach kannst du mögliche Sinnesaspekte einzeln anbieten.

Fragen beeinflussen, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest. „Welche Farbe hat das Bild?“ setzt bereits ein inneres Bild voraus. Eine offene Alternative lautet: „Gibt es dazu für dich ein Bild, Worte oder eine andere Form?“ Wenn kein Bild auftaucht, bleibt dies eine vollständige Antwort. Die Übung verlangt keine fotografische Vorstellung und keinen bestimmten Grad an Anschaulichkeit.

Du kannst den Zugang passend wählen: Augen offen oder geschlossen, stilles Nachdenken, eine Skizze oder eine kurze sprachliche Beschreibung. Halte fest, welche Form du tatsächlich benutzt hast. Eine gezeichnete Skizze ersetzt nicht rückwirkend den Bericht über ein zuvor nicht vorhandenes inneres Bild. Sie ist eine zusätzliche äußere Hilfe, deren praktischen Nutzen du gesondert ausprobieren kannst.

Untersuche anschließend eine zweite kleine Aufgabe. Bei einer Wegplanung könnte räumliches Anordnen nützlich sein; beim Vorbereiten eines Telefonats eher das Formulieren eines Einstiegssatzes. Du beobachtest so unterschiedliche Zugänge in unterschiedlichen Zusammenhängen. Aus einer einzelnen Erfahrung entsteht keine dauerhafte Festlegung darauf, was für dich bei sämtlichen Aufgaben am besten funktioniert.

Formuliere dein Ergebnis möglichst konkret: „Bei diesem Weg half mir die Skizze, den Abzweig zu bestimmen“ oder „Für diesen Anruf war ein schriftlicher Einstiegssatz hilfreich“. Solche Angaben verbinden Darstellungsform und Aufgabe. Wenn die Beschreibung angenehm war, die Aufgabe danach aber noch unklar ist, brauchst du möglicherweise eine weitere Information oder einen zusätzlichen praktischen Durchgang.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Zwei eigene Zugänge vergleichen

  1. Wähle eine neutrale erinnerte Episode und notiere zuerst frei, was dir tatsächlich zugänglich ist.
  2. Ergänze offene Nachfragen zu Bild, Klang, körperlichem Bezug und inneren Worten, ohne etwas vorauszusetzen.
  3. Beschreibe eine zweite Aufgabe mit anderem Inhalt und notiere erneut deinen tatsächlichen Zugang.
  4. Erprobe bei einer der Aufgaben eine äußere Hilfe wie Skizze, Stichwortliste oder eigene Ausführung.
  5. Notiere getrennt, was du bevorzugtest und welchen konkreten Beitrag die Form zur Aufgabe geleistet hat.

Dein Ergebnis: Zwei aufgabenbezogene Berichte mit einer tatsächlich erprobten äußeren Hilfe.

Zur Reflexion: Was kann ich über diese Aufgabe sagen, ohne daraus einen festen Typ abzuleiten?

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LERNABSCHNITT · 14 Minuten

5. Sinneswörter als Gesprächsansatz nutzen

„Ich sehe den Zusammenhang“, „Das klingt stimmig“ oder „Ich kann das noch nicht greifen“ sind sinnesbezogene Formulierungen. Im NLP werden solche Ausdrücke häufig als Prädikate betrachtet. Sie können einen Zugang zur Beschreibung bieten. Sie können ebenso alltägliche Redewendungen sein. Die Wortwahl allein verrät nicht zuverlässig, was die Person in diesem Moment innerlich erlebt.

Greife zunächst die Bedeutung auf. Bei „Ich sehe den Zusammenhang nicht“ kannst du fragen: „Welcher Zusammenhang ist noch unklar?“ Wenn für die Aufgabe die Darstellungsform relevant wird, ergänze: „Würde dir eine Skizze helfen, oder fehlt eine andere Information?“ Damit bleibt offen, ob überhaupt eine visuelle Darstellung gemeint war. Die Antwort hat Vorrang vor deiner Vermutung über den Ausdruck.

Wörtlicher Sinnesbezug ist genauer zu unterscheiden. „Ich höre das Signal zu spät“ kann ein tatsächlich schlecht hörbares Geräusch meinen. „Die Begründung klingt falsch“ bezeichnet möglicherweise eine inhaltliche Bewertung. Eine passende Rückfrage klärt, ob ein akustisches Merkmal, der Wortlaut oder die Schlussfolgerung angesprochen ist. Du wechselst nicht sofort die Darstellungsform, bevor der Bedarf geklärt ist.

Du kannst die Wörter des Gegenübers aufgreifen, um Anschluss zu finden. Bleibe dabei beim gemeinsam verstandenen Inhalt: „Was würde den Ablauf für dich greifbar machen?“ Ein solches Aufgreifen ist ein Gesprächsangebot. Es garantiert weder Rapport noch Zustimmung. Ob es hilfreich ist, zeigt sich an der tatsächlichen Rückmeldung und daran, ob ihr die betreffende Aufgabe anschließend besser bearbeiten könnt.

Bei der Auswertung markierst du drei verschiedene Angaben: die gehörte Formulierung, deine erste Vermutung und die bestätigte Bedeutung. Beispiel: gehört „kein Überblick“, vermutet „braucht ein Bild“, bestätigt „braucht die drei Prioritäten“. Eine Liste kann dann passender sein als eine Zeichnung. Die Fragenpraxis aus Modul 3 liefert den Weg von der Wortwahl zum tatsächlich geklärten Anliegen.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Drei Formulierungen fair erkunden

  1. Notiere drei eigene Übungssätze mit sinnesbezogenen Redewendungen.
  2. Schreibe zu jedem Satz eine mögliche wörtliche und eine mögliche übertragene Bedeutung.
  3. Formuliere jeweils eine offene Rückfrage, die zwischen diesen Bedeutungen unterscheiden kann.
  4. Erfrage in einem wirklichen kurzen Gespräch die Bedeutung einer solchen Formulierung und halte die Antwort fest.
  5. Vergleiche gehörte Wörter, erste Vermutung und bestätigte Bedeutung in drei getrennten Angaben.

Dein Ergebnis: Drei vorbereitete Fragen und eine tatsächlich überprüfte Wortbedeutung.

Zur Reflexion: Wo hat die Antwort eine andere praktische Lösung nahegelegt als meine erste Vermutung?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 26 Minuten

6. Innere Beschreibungen im Partnerdialog erkunden

Vereinbart eine überschaubare eigene Aufgabe: etwa eine Bitte an eine Freundin vorbereiten oder den Ablauf eines gemeinsamen Ausflugs verständlich machen. Die übende Person entscheidet, was sie beschreiben möchte. Die andere stellt offene Fragen. Eine dritte Person kann ausgewählte Fragen und die spätere Verständnisprüfung notieren; zu zweit besprecht ihr diese Punkte anschließend gemeinsam.

Lasse die Person zuerst frei berichten. Frage anschließend nach der Form, sofern sie für den Zweck relevant ist: „Wie gehst du den Weg gerade für dich durch?“ Wenn die Antwort „Ich weiß einfach die Abzweigungen“ lautet, nimm sie genau so auf. Du kannst weitere Beschreibungen anbieten, ohne eine davon als notwendig oder richtiger zu behandeln. Ein offener Bereich muss nicht ausgefüllt werden.

Frage nach Unterschieden, die die Person selbst benennt. „Du sagst, du gehst die Abfolge innerlich durch: Sind das eher Worte, eine vorgestellte Bewegung oder etwas anderes?“ Eine solche Nachfrage bietet Möglichkeiten und enthält eine offene Alternative. „Welche Stimme hörst du dabei?“ wäre erst dann passend, wenn die Person zuvor tatsächlich von einer gehörten inneren Stimme berichtet hat.

Halte eigene Beobachtung und fremden Innenbericht getrennt. „Du hast vor der Antwort nach links geschaut“ ist eine mögliche Beobachtung; „Du erinnerst deshalb ein Bild“ ist eine zusätzliche Erklärung. Nutze den direkten Bericht, um die Beschreibung zu klären. Die veröffentlichte Untersuchung von Wiseman und Kollegen fand keine Unterstützung für die geprüfte Zuordnung bestimmter Blickrichtungen zu Lüge und Wahrheit. Sie prüfte damit einen konkreten Anspruch, nicht sämtliche Aspekte innerer Vorstellungen.

Fasse den Bericht in den Worten der Person zusammen und lasse ihn bestätigen oder korrigieren. Vereinbart eine passende äußere Darstellung und führt den nächsten kleinen Aufgabenschritt aus. Plant etwa sieben Minuten Gespräch und fünf Minuten Rückschau je Rolle. Tauscht die Rollen und notiert, welche Frage das eigene Beschreiben erleichtert hat und wo eine Frage etwas voraussetzte, das gar nicht vorhanden war.

Vom Innenbericht zur bestätigten gemeinsamen Beschreibung

Eine offene Frage lässt die Form des Erlebens frei. Die Zusammenfassung wird anhand der tatsächlichen Rückmeldung überarbeitet.

Offen fragen: Was ist zugänglich?
Erlebende Person
Zuhörende Person
Freier Bericht
Zusammenfassen
Bestätigen oder korrigieren Tatsächliche Rückmeldung aufnehmen
Der Bericht der Person bleibt der Bezug.
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Die Person bestätigt ihren Bericht. Ein äußeres Zeichen wie eine Blickbewegung ersetzt diese Rückmeldung nicht.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Zwei echte Erkundungsdialoge führen

  1. Vereinbart eine überschaubare Alltagssituation, Zweck, Rollen, Zeit und den Umgang mit Notizen.
  2. Lasse die Person frei berichten und notiere zunächst ihre eigenen Wörter.
  3. Stelle einzelne offene Nachfragen und kennzeichne tatsächlich nicht berichtete Aspekte als offen.
  4. Fasse Form und Inhalt zusammen, übernimm Korrekturen und erprobt eine gemeinsam gewählte Darstellung am nächsten Aufgabenschritt.
  5. Tauscht die Rollen und dokumentiert konkrete Rückmeldungen aus beiden Durchgängen.

Dein Ergebnis: Zwei durchgeführte Dialoge mit überprüftem Innenbericht und tatsächlicher Aufgabenprobe.

Zur Reflexion: Welche Frage ließ dem Gegenüber die größte Freiheit, das eigene Erleben genau zu beschreiben?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 22 Minuten

7. Darstellungsformen anhand der Aufgabe vergleichen

Die praktische Frage lautet jetzt: Welche Darstellung macht diesen Inhalt für diese Person bei dieser Aufgabe verständlicher? Du kannst eine Wegskizze, eine gesprochene Beschreibung, eine schriftliche Folge oder eine tatsächliche Ausführung erproben. Manche Aufgaben benötigen mehrere Formen zugleich. Eine Bewegung lässt sich beispielsweise beschreiben und anschließend gemeinsam ausführen. Die Wahl richtet sich nach dem Inhalt und der Rückmeldung.

Lege vorab fest, woran du Verständlichkeit erkennst. Bei einer kurzen Anleitung kann das Gegenüber die drei Schritte in richtiger Reihenfolge ausführen. Bei einer Übergabe kann es das richtige Dokument am richtigen Ort ablegen und die Zuständigkeit nennen. „Hat mir gefallen“ ist eine eigene Rückmeldung zur Vorliebe. Sie wird zusätzlich erfragt und nicht mit korrekter Ausführung gleichgesetzt.

Wähle zwei Darstellungen mit demselben erforderlichen Inhalt. Runde A könnte eine schriftliche Schrittfolge verwenden, Runde B eine kleine Ablaufzeichnung. Halte Aufgabe, enthaltene Angaben, Bearbeitungszeit und Ergebnis je Runde fest. Wenn eine Darstellung zusätzliche Information enthält, gehört das in die Auswertung. Sonst schreibst du einen Unterschied möglicherweise dem Medium zu, obwohl die Anweisung selbst vollständiger war.

Die zweite Runde profitiert möglicherweise von der ersten. Wer den Ablauf schon kennt, muss ihn nicht neu erschließen. Dokumentiere deshalb die Reihenfolge und die vorausgegangene Übung. Ihr könnt in einem weiteren Durchgang die Reihenfolge bei einer anderen ähnlichen Aufgabe wechseln. Auch dann bleibt es eine begrenzte Lernübung. Der Vergleich liefert Hinweise für die konkrete Gestaltung, keinen allgemeinen Test eines dauerhaften Lerntyps.

Die Übersicht von Pashler und Kollegen trennt persönliche Vorlieben von der Behauptung, Unterricht müsse an einen diagnostizierten Lernstil angepasst werden. Die Autoren fanden keine ausreichende Grundlage, diese Zuordnung allgemein zu empfehlen. Für die eigene Anleitung kannst du stattdessen unmittelbar prüfen: Was versteht die Person, was kann sie ausführen und welche Ergänzung braucht sie? Eine passende Kombination darf aus dem beobachteten Bedarf entstehen.

Zwei Darstellungen, dieselbe praktische Aufgabe

Gleiche notwendige Angaben werden in zwei Formen erprobt. Das Ergebnis wird anhand eines vorher bestimmten Kriteriums verglichen.

Gleicher Inhalt Vorher festgelegtes Kriterium
Darstellung A z. B. eine Liste
Darstellung B z. B. eine Zeichnung
Runde A ausführen Ergebnis festhalten
Runde B ausführen Vorherige Übung notieren
Getrennt auswerten: Ausführung und Vorliebe Inhalt und Reihenfolge
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Die zweite Runde kann von der ersten profitieren. Die Auswertung betrifft diese Aufgabe und begründet keine dauerhafte Zuordnung zu einem Lerntyp.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Zwei Darstellungen tatsächlich erproben

  1. Wähle eine kleine nachvollziehbare Aufgabe und lege vorab ein Ausführungskriterium fest.
  2. Bereite zwei Darstellungen mit denselben notwendigen Angaben vor und notiere ihre Unterschiede.
  3. Führt Runde A aus und dokumentiert Anleitung, tatsächliche Ausführung, offene Fragen und Rückmeldung.
  4. Führt Runde B aus und haltet dieselben Angaben sowie die Reihenfolge und vorherige Übung fest.
  5. Vergleicht Ergebnis und Vorliebe getrennt und wählt eine begründete Darstellung für den nächsten Versuch.

Dein Ergebnis: Zwei echte Durchgänge mit vergleichbarem Inhalt, Auswertung und begrenzter Gestaltungsentscheidung.

Zur Reflexion: Welcher Unterschied betrifft die Darstellung und welcher die enthaltene Information oder die Übungsreihenfolge?

Im Praxisjournal festhalten →

LERNABSCHNITT · 18 Minuten

8. Eine verständliche Darstellung im Alltag einsetzen

Wähle eine reale Gelegenheit, bei der jemand etwas verstehen oder ausführen möchte: eine Übergabe, eine Terminabfolge oder eine kurze Erklärung. Kläre zuerst, was nach der Erklärung möglich sein soll. Nutze dann die passende Frage nach der benötigten Information oder Darstellungsform. Die Auswahl muss nicht aus einem ausführlichen Sinnesinventar entstehen; häufig genügt eine gezielte Rückfrage zum gegenwärtigen Bedarf.

Erstelle oder verwende die gewählte Darstellung und lasse das Gegenüber den nächsten Schritt beschreiben oder ausführen. So erhältst du eine konkrete Verständnisprüfung. Wenn die Rückmeldung eine Lücke zeigt, ergänze den betreffenden Inhalt und prüfe erneut. Dokumentiere, was bereits in der ersten Fassung enthalten war und was erst später hinzukam. Die Ergänzung ist Teil deines tatsächlichen Lernverlaufs.

Dein Journal unterscheidet Selbsterkundung, Partnerdialog, Darstellungsvergleich und reale Anwendung. Ein geplanter Durchgang bleibt als Plan gekennzeichnet. Ein durchgeführter Durchgang enthält Datum, Aufgabe, verwendete Form und wirkliche Antwort oder Ausführung. Wenn eine Rückmeldung noch fehlt, notierst du das ausdrücklich und ergänzt sie erst, wenn sie tatsächlich vorliegt.

Halte fest, was dir bei dieser konkreten Aufgabe geholfen hat. Zum Beispiel: „Die Skizze machte sichtbar, dass wir beim Einkaufen unterschiedliche Zuständigkeiten angenommen hatten. Die passende Uhrzeit mussten wir zusätzlich besprechen.“ Daraus folgt nicht, dass Eva grundsätzlich ein visueller Mensch ist. Eine Form ist nützlich, wenn sie bei der jetzigen Aufgabe etwas verständlicher oder ausführbar macht.

Im nächsten Modul untersuchst du Submodalitäten: feinere Merkmale innerhalb einer berichteten Vorstellung, etwa die Lage eines Bildes oder die Lautstärke eines vorgestellten Klangs. Hier genügt zunächst die genaue Beschreibung, welche Form überhaupt zugänglich ist und wofür sie verwendet wird. Bewahre diesen Ausgangsbericht. So kannst du später unterscheiden, was du bereits beschrieben und was du in einer neuen Übung gezielt verändert hast.

DEINE PRAKTISCHE ANWENDUNG

Eine Anwendung vollständig dokumentieren

  1. Wähle eine wirkliche Erklärungssituation und notiere das gewünschte praktische Ergebnis.
  2. Kläre den konkreten Bedarf und wähle mit dem Gegenüber eine passende Darstellung.
  3. Verwende sie und prüfe das Verständnis durch Rückbeschreibung oder tatsächliche Ausführung.
  4. Notiere erhaltene Rückmeldung, notwendige Ergänzung und den wirklichen nächsten Beitrag.
  5. Schließe dein Journal mit einem begrenzten Lernschluss ab und bearbeite den Lerncheck.

Dein Ergebnis: Eine reale Anwendung mit überprüftem Verständnis und konkreter nächster Übungswahl.

Zur Reflexion: Welche Information und welche Form haben in dieser Anwendung tatsächlich zum Verstehen beigetragen?

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ANWENDEN FÜR DICH SELBST

Deine eigene Erfahrung genauer beschreiben

Bereite eine eigene konkrete Aufgabe vor, etwa eine Bitte aussprechen oder eine gemeinsame Planung erklären. Prüfe, ob innere Worte, eine Skizze oder eine andere tatsächlich verfügbare Form dir dabei hilft. Verbinde die folgenden Schritte mit den Erklärungen und Übungen dieses Moduls.

  1. Beschreibe, was du erinnerst oder wahrnimmst, und kennzeichne fehlende Zugänge.
  2. Trenne gegenwärtige Beobachtung, Erinnerung, Vorstellung und rein sprachliche Zusammenfassung.
  3. Formuliere denselben bekannten Inhalt in zwei passenden Darstellungsformen.
  4. Vergleiche eigene Ausführung und persönlichen Nutzen, ohne einen festen Sinnestyp abzuleiten.
  5. Nutze die verständlichere Fassung bei einer eigenen Aufgabe und dokumentiere den tatsächlichen Verlauf.

Dein persönlicher Lernbeleg: Halte im Praxisjournal fest, was du verändern wolltest, was du tatsächlich getan hast und was danach passiert ist. Entscheide daraus, was du beibehältst, veränderst oder abschließt. Nutze dafür die Felder zu deinem Fall, deinen Alltagstests und deinem Lernschluss.

Wozu du gemeinsam übst

Eine Übungsperson kann sagen, was sie verstanden hat; ihre Wahrnehmungsweise ist kein Maßstab für deine Innenperspektive. Vorbereitung und Eigendialog kannst du allein durchführen. Wo eine Aufgabe Verständnisabgleich, Partnerdurchgang oder echte fremde Antwort verlangt, bearbeitest du diesen Teil mit einer anderen Person. Eine gedachte Antwort bleibt als Probe gekennzeichnet.

Zusätzlich: Anwendung mit anderen

Erfrage die tatsächlich verfügbaren Beschreibungen der Person und passe dein Angebot daran an. Nutze dabei die erläuterten Schritte für Auftrag, Rückfrage und Auswertung. Der persönliche Anwendungsnachweis bleibt auf deinen eigenen Lernprozess bezogen.

Deine eigene Erfahrung im Praxisjournal festhalten →

PASSEND ZU DIESEM MODUL

Ergänzende Schaubilder aus der Sammlung

Diese Darstellungen bieten dir zusätzliche Blickwinkel auf die Inhalte und Übungen dieses Moduls. Auf jeder Schaubildseite findest du die Grafik mit Erklärung und praktischer Anwendung.

Die gesamte Schaubildsammlung öffnen →

DEIN PERSÖNLICHES ARBEITSBLATT

Dein Wahrnehmungs- und Darstellungsjournal

Halte eigene Sinnesbeschreibungen, beide Partnerdialoge und den tatsächlichen Darstellungsvergleich getrennt fest. Zum Abschluss gehört eine reale Anwendung mit Verständnisprüfung. Halte bei Begegnungen deine Erkenntnisse fest und lasse vertrauliche Angaben anderer Menschen weg.

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Deine Projektkarte und Alltagstests

VERSTEHEN UND SELBSTSTÄNDIG ANWENDEN

Dein Lerncheck

Wähle pro Frage eine Antwort. Nach der Auswertung erhältst du die Erklärung und kannst deine Auswahl verbessern. Für den Modulabschluss bearbeitest du mindestens sechs der acht Fragen richtig.

Acht Fragen zu Modul 4
1. Was beschreibt eine Repräsentation in diesem Modul?
2. Wofür stehen O und G in VAKOG?
3. Wie wird „Ich bin erleichtert“ genauer erkundet?
4. Was bedeutet es, wenn eine Erinnerung sehr anschaulich erscheint?
5. Welche Frage setzt kein inneres Bild voraus?
6. Jemand sagt „Ich kann den Plan nicht greifen“. Was ist ein passender Einstieg?
7. Was gehört zur Auswertung zweier Darstellungsformen?
8. Welcher Lernschluss ist durch einen einzelnen Darstellungsvergleich gedeckt?

DEINE ERSTE GELEBTE ERFAHRUNG

Dein Modulabschluss

Für den Abschluss dokumentierst du ein eigenes Sinnesinventar, überprüfte Wortbedeutung, zwei Partnerdialoge mit Rollenwechsel, den Vergleich zweier Darstellungen und eine reale Anwendung. Benenne gleiche Inhalte, Reihenfolge, tatsächliche Ausführung und persönliche Vorliebe getrennt. Im Abschluss zählt deine eigene Beschreibung des Versuchs. Mit deiner Auswertung hältst du fest, was du verstanden und selbst angewendet hast.

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Mit Modul 5 weiterlernen: Submodalitäten differenziert erproben → Dein Praxisjournal begleitet die weitere Methodenpraxis.

Quellen und fachliche Einordnung

Die Quellen unterscheiden Methodenherkunft, fachliche Orientierung und Forschungsbefund. Aussagen und freie Zugänglichkeit geprüft am 20. Oktober 2026.

Frei lesbare Primärquelle zur NLP-Begriffssprache

The Tad James Company: NLP Glossary ↗

Erklärt die schulinterne Verwendung von Repräsentation, Repräsentationssystem und auditiv-digitalem Denken sowie weitere traditionelle Begriffe. Nützlich zur fachsprachlichen Orientierung. Die Darstellung eines kommerziellen NLP-Anbieters belegt keine festen Menschentypen und keine automatische Ableitung innerer Vorgänge aus äußeren Zeichen. Die Aufgaben dieses Moduls sind eigenständig formuliert.

Frei zugänglicher wissenschaftlicher Übersichtsartikel

Pearson, Naselaris, Holmes und Kosslyn (2015): Mental Imagery ↗

Mental Imagery: Functional Mechanisms and Clinical Applications, Trends in Cognitive Sciences 19(10), 590–602. Die Übersicht erschließt Forschung zu mentaler Vorstellung und ihrem Verhältnis zur Wahrnehmung, vor allem im visuellen Bereich. Sie ist eine Forschungsübersicht, kein Test des VAKOG-Modells oder der hier vorgeschlagenen Übungen. Klinische Anwendungen sind nicht Gegenstand der Lernaufgaben.

Frei zugängliche empirische Originalarbeit

Wiseman und Kollegen (2012): The Eyes Don’t Have It ↗

Drei Untersuchungen prüfen bestimmte behauptete Beziehungen zwischen Blickrichtungen und Lüge beziehungsweise Wahrheit sowie eine entsprechende Anleitung zur Lügenerkennung. Die Ergebnisse unterstützten diese geprüften Behauptungen nicht. Daraus folgt hier: Eine Blickrichtung wird nicht als Wahrheitsnachweis verwendet. Die Arbeit prüft nicht sämtliche Formen innerer Vorstellungen und ersetzt keinen Bericht der jeweiligen Person.

Frei zugängliche wissenschaftliche Evidenzübersicht

Pashler, McDaniel, Rohrer und Bjork: Learning Styles – Concepts and Evidence ↗

Volltext auf dem Hochschulserver der Appalachian State University, Psychological Science in the Public Interest 9(3), 105–119. Die Autoren unterscheiden Vorlieben von der Behauptung, eine Anpassung der Unterrichtsform an diagnostizierte Lernstile verbessere verlässlich das Lernen. Sie fanden für diese allgemeine Zuordnungsregel keine ausreichende Evidenz. Das bestreitet keine persönlichen Vorlieben; der Vergleich im Modul prüft eine konkrete Aufgabe statt einen dauerhaften Lerntyp.

Gezielt nachlesen und weiterlernen

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