Mit allen Sinnen verständlich sprechen
Sinnesbezogene Wörter machen Gedanken anschaulich. Visuelle Ausdrücke beziehen sich auf Sehen, auditive auf Hören und kinästhetische auf Spüren und Bewegung. Die Wortfelder helfen dir, eine Erklärung aus mehreren Blickrichtungen zu formulieren und die Sprache deines Gegenübers aufmerksam aufzugreifen.
Mit allen Sinnen verständlich sprechen
Das vollständige Schaubild · zum Lesen von Einzelheiten auf dem Bildschirm vergrößern.
Die drei Wortfelder bieten verschiedene sinnliche Zugänge. Sie ergänzen sich beim Beschreiben, ohne Menschen einem Typ zuzuordnen.
Deine Frage zum ModellWelche Formulierung macht meinen Gedanken für dieses Gespräch anschaulicher?
ERFOLGREICH FREI SEIN · erfolgreichfreisein.de
Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die drei Wortfelder gehören zu einem gemeinsamen Gedanken. Sie zeigen Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen du eine Beschreibung verständlicher machen kannst. Die Buchstaben V, A und K stehen für visuell, auditiv und kinästhetisch. Menschen können alle diese sprachlichen Zugänge verwenden.
Visuelle Wörter lenken auf Bilder, Übersicht und erkennbare Unterschiede. „Ich sehe die Richtung klar“ kann Zustimmung ausdrücken. Du kannst daran anknüpfen und fragen: „Welcher Teil ist bereits klar und wo fehlt noch der Überblick?“ So greifst du die Wortwahl auf und klärst zugleich den Inhalt.
Auditive Wörter beziehen sich auf Klang, Lautstärke oder das Gesagte. Bei „Das klingt noch nicht stimmig“ könnte die passende Nachfrage lauten: „Was genau passt für dich noch nicht zusammen?“ Kinästhetische Wörter machen etwas über Empfindung, Bewegung oder Greifbarkeit zugänglich: „Was brauchst du, damit der nächste Schritt für dich greifbar wird?“
Die Wortwahl gibt dir einen Anknüpfungspunkt für dieses Gespräch. Aus einem einzelnen Ausdruck lässt sich kein fester Wahrnehmungs- oder Lerntyp ableiten. Prüfe durch Nachfragen, was die Person tatsächlich meint und welche Darstellung ihr jetzt weiterhilft.
Eine gute Erklärung kann mehrere Zugänge verbinden: Du zeigst eine Übersicht, sprichst den Ablauf verständlich aus und lässt einen kleinen Schritt praktisch erproben. Der gemeinsame Bezug sorgt dafür, dass die verschiedenen Formulierungen dieselbe Aussage vermitteln.
Ein Beispiel aus dem Alltag
„Ich sehe die Richtung klar“, „Der Vorschlag klingt stimmig“ und „Damit habe ich etwas Greifbares“ können unterschiedliche Zugänge zu derselben Zustimmung ausdrücken.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle einen Gedanken, den du jemandem verständlich erklären möchtest, und schreibe seine Kernaussage auf.
Formuliere ihn einmal mit einem visuellen, einmal mit einem auditiven und einmal mit einem greifbaren körperlichen Bezug.
Prüfe, ob alle drei Formulierungen dieselbe Kernaussage ausdrücken. Wähle die passende für dein Gespräch.
Greife eine Formulierung deines Gegenübers auf und frage nach ihrer konkreten Bedeutung.
Lass den wichtigsten Gedanken in eigenen Worten wiedergeben. Ergänze genau die Information, die zum Verstehen noch fehlt.
Dein Ergebnis
Mehr sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten und ein bewussterer Bezug zum Gegenüber.