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Ziele & Handeln · Schaubild 61 / 87

Das eigene Spielfeld bewusst gestalten

Ein gemeinsames Vorhaben braucht ein Ziel, verständliche Vereinbarungen und Bedingungen, die die Umsetzung tragen. Das Haus dient dafür als Arbeitsmetapher: Das Ziel bildet das gemeinsame Dach, Regeln, Strategie und verfügbare Mittel gestalten den Innenraum, und Wertschätzung trägt die Zusammenarbeit. So kannst du ein Projekt oder eine private Vereinbarung als zusammenhängendes Ganzes betrachten.

Das eigene Spielfeld bewusst gestalten

Ein gemeinsames Vorhaben braucht ein Ziel, verständliche Vereinbarungen und Bedingungen, die die Umsetzung tragen. Das Haus dient dafür als Arbeitsmetapher: Das Ziel bildet das gemeinsame Dach, Regeln, Strategie und verfügbare Mittel gestalten den Innenraum, und Wertschätzung trägt die Zusammenarbeit. So kannst du ein Projekt oder eine private Vereinbarung als zusammenhängendes Ganzes betrachten.

Schaubild 61 · Ziele & Handeln

Das eigene Spielfeld bewusst gestalten

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Ziele

Woran erkennen wir, dass das Vorhaben gelingt?

Regeln

Welche Vereinbarungen gelten für alle?

Strategie

Wie gehen wir konkret vor?

Energie

Welche Zeit, Kraft und Mittel stehen zur Verfügung?

Wertschätzung

Wie begegnen wir einander und würdigen Beiträge?

Das gemeinsame Ziel bildet das Dach. Regeln, Strategie und verfügbare Mittel tragen seine Umsetzung. Wertschätzung bildet das Fundament für die Zusammenarbeit.

Frage

Welcher Bereich unseres Spielfelds braucht eine klarere Vereinbarung?

ERFOLGREICH FREI SEIN · erfolgreichfreisein.de

Den Zusammenhang verstehen

So liest du das Schaubild.

Das Dach steht für das gemeinsame Ziel. Beschreibe, woran die Beteiligten erkennen würden, dass das Vorhaben gelungen ist. Eine verständliche Richtung erleichtert es, die übrigen Entscheidungen zu beurteilen. Bei einem Familienausflug kann das Ziel etwa ein entspannter gemeinsamer Tag sein; daraus ergeben sich andere Prioritäten als aus dem Wunsch, möglichst viele Orte zu besuchen.

Im linken Bereich klärst du die Regeln. Dazu gehören Zeitrahmen, Zuständigkeiten und die Art, wie Entscheidungen getroffen werden. Eine Regel hilft, wenn sie für alle verständlich und tatsächlich vereinbart ist. Frage nach, welche Erwartungen bislang nur stillschweigend angenommen wurden und welche davon ausgesprochen werden müssen.

Der mittlere Bereich beschreibt die Strategie: Wie gehen wir vor und in welcher Reihenfolge? Zerlege das Vorhaben in nachvollziehbare Schritte. Ordne jedem Schritt eine verantwortliche Person und ein erkennbares Ergebnis zu. Wenn sich eine Bedingung verändert, kann die Strategie angepasst werden, während das gemeinsame Ziel weiterhin Orientierung gibt.

Rechts betrachtest du die verfügbare Energie. Gemeint sind Zeit, Kraft, Geld, Fähigkeiten und weitere Mittel, die ihr für dieses Vorhaben einsetzen könnt. Unterscheide vorhandene Unterstützung von dem, was erst organisiert werden muss. Ein Plan wird tragfähig, wenn sein Aufwand zu diesen tatsächlichen Möglichkeiten passt.

Das Fundament steht für Wertschätzung. Vereinbare, wie Beiträge wahrgenommen, Rückmeldungen gegeben und unterschiedliche Wünsche besprochen werden. Die Verbindungen nach oben zeigen, dass diese Haltung die praktische Zusammenarbeit trägt. Umgekehrt wird das Fundament im Handeln sichtbar: etwa durch Zuhören, verlässliche Absprachen und eine faire Aufgabenverteilung.

Betrachte das gesamte Haus, wenn etwas ins Stocken gerät. Vielleicht ist das Ziel klar, während eine Regel fehlt; vielleicht ist der Ablauf sinnvoll, aber die verfügbare Zeit zu knapp. Wähle den Bereich, dessen Klärung jetzt den größten Unterschied macht, und übersetze deine Erkenntnis in eine überprüfbare Vereinbarung.

Für ein Seminar lässt sich derselbe Zusammenhang als gemeinsames Spielfeld betrachten. Ziel, Regeln, Vorgehen und verfügbare Energie bestimmen, welche Übung unter welchen Bedingungen gelingt. Unterschiedliche Rollen können sich ergänzen, wenn klar ist, wer gerade übt, beobachtet, begleitet oder eine Rückmeldung gibt.

Wiederkehrende Rituale können den Rahmen unterstützen: ein gemeinsamer Beginn, klare Übergänge, rechtzeitige Pausen und eine kurze Auswertung. Entscheidend ist ihr Zweck. Frage, ob sie Orientierung und Beteiligung erleichtern, und passe sie an die tatsächliche Gruppe an. Wertschätzung zeigt sich auch darin, unterschiedliche Grenzen und Beiträge ernst zu nehmen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Für einen Familienausflug werden Ziel, Zeitrahmen, Aufgaben und gemeinsames Budget geklärt. Zusätzlich wird vereinbart, dass jede Person einen Wunsch einbringen kann. In einer Gruppenübung sind Ziel, Zeit und Rollen zunächst unklar. Ihr benennt das gewünschte Ergebnis, verteilt Aufgaben und vereinbart eine kurze Auswertung. Danach können die Beteiligten selbstständiger zusammenarbeiten.

Die praktische Anwendung

Übertrage es auf deine Situation.

  1. Benenne ein gemeinsames Vorhaben und formuliere sein Ziel so, dass alle Beteiligten den gewünschten Ausgang erkennen können.

  2. Halte die wichtigsten Regeln fest: Zeitrahmen, Zuständigkeiten und Entscheidungsweg. Frage ausdrücklich nach unterschiedlichen Erwartungen.

  3. Skizziere die nächsten Handlungsschritte und ordne ihnen die tatsächlich verfügbaren Mittel zu. Markiere fehlende Unterstützung.

  4. Vereinbare, wie ihr Beiträge würdigt und Unstimmigkeiten besprecht. Formuliert dafür ein konkretes Verhalten.

  5. Wählt die wichtigste noch offene Vereinbarung, setzt sie um und prüft beim nächsten gemeinsamen Termin, ob sie das Vorhaben trägt.

  6. Übertrage die fünf Bereiche auf eine geplante Gruppenübung. Kläre Ziel, Regeln, Rollen, verfügbare Zeit und die Art der Rückmeldung, bevor die Übung beginnt.

Dein Ergebnis

Ein gemeinsamer Rahmen, in dem Ziel, Vorgehen und Zusammenarbeit zusammenpassen.

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