Belastungen im Zusammenspiel betrachten
Dieses Modell hilft dir, eine belastende Alltagssituation in drei Schritten zu verstehen: Zuerst sammelst du Beobachtungen zu vier Einflussbereichen. Dann betrachtest du, was davon zusammenkommt und welche Verbindungen du erkennst. Aus diesem Gesamtbild wählst du einen konkreten Schritt, mit dem du Entlastung erproben möchtest.
Belastungen im Zusammenspiel betrachten
Das vollständige Schaubild · zum Lesen von Einzelheiten auf dem Bildschirm vergrößern.
Lies von oben nach unten: Die vier Einflussbereiche führen zu einem gemeinsamen Bild deiner aktuellen Belastung. Daraus wählst du einen Bereich, in dem du einen konkreten Entlastungsschritt erproben möchtest.
FrageWelcher konkrete Schritt passt zu dem Zusammenspiel, das ich in meinem Alltag erkenne?
ERFOLGREICH FREI SEIN · erfolgreichfreisein.de
Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Einflussbereiche betrachten: Beginne bei den vier oberen Kreisen und beziehe sie auf denselben Zeitraum, zum Beispiel die vergangene Woche. Im ersten Bereich beschreibst du deine körperliche Ausgangslage: Wie hast du geschlafen, wie viel Energie hattest du und wann hast du Anspannung bemerkt? In den nächsten beiden Bereichen hältst du Konsumgewohnheiten und weitere Belastungen fest, soweit sie in deinem Alltag vorkommen. Im vierten Bereich vergleichst du Anforderungen mit tatsächlich genutzten Pausen und Erholungszeiten. Zu jedem Kreis genügt zunächst eine konkrete Beobachtung. Ein für dich nicht zutreffender Bereich darf frei bleiben.
Das Zusammenspiel erkennen: Die Pfeile führen deine Beobachtungen im mittleren Kreis zusammen. Lies sie jetzt nebeneinander: Was trat an denselben Tagen auf? Welche Abläufe scheinen miteinander verbunden zu sein? Vielleicht endete die Arbeit an mehreren Tagen spät, anschließend blieb wenig freie Zeit und am nächsten Morgen fühltest du dich müde. Halte fest, was du beobachtet hast und welchen Zusammenhang du weiter erkunden möchtest. So erhältst du eine verständliche Beschreibung deiner aktuellen Belastung, an der du mit einem nächsten Schritt ansetzen kannst.
Einen Entlastungsschritt wählen: Der untere Kreis übersetzt dein Gesamtbild in ein Vorhaben. Wähle einen Bereich, der für deine Situation relevant und im Alltag beeinflussbar ist. Formuliere genau, was du wann tun möchtest und woran du die Umsetzung erkennst. Beispielsweise: „An drei Arbeitstagen plane ich direkt nach dem letzten Termin 15 Minuten freie Zeit ein.“ Nach einer Woche prüfst du, ob du den Schritt umsetzen konntest und wie du die betreffenden Situationen erlebt hast. Mit diesen Beobachtungen kannst du dein Vorhaben gezielt anpassen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Du notierst: An drei Tagen endete die Arbeit spät, geplante Pausen fielen aus und du warst abends angespannt. In der gemeinsamen Betrachtung fällt dir die Verbindung zwischen einem vollen Kalender und fehlender freier Zeit auf. Dein erster Schritt lautet: An drei Arbeitstagen bleiben nach dem letzten Termin 15 Minuten frei. Nach einer Woche vergleichst du deine Planung mit der Umsetzung und deinen Beobachtungen an diesen Abenden.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle einen konkreten Zeitraum. Notiere zu jedem zutreffenden Einflussbereich eine sachliche Beobachtung mit Zeitpunkt oder Situation.
Betrachte die Beobachtungen gemeinsam. Beschreibe in ein bis zwei Sätzen, was zusammenkam und welche Verbindung du weiter erkunden möchtest.
Wähle daraus einen beeinflussbaren Bereich. Formuliere eine konkrete Veränderung mit Zeitpunkt, Ort und realistischer Dauer.
Prüfe nach einer Woche: Was habe ich umgesetzt, wie habe ich die betreffenden Situationen erlebt und was möchte ich beibehalten oder anpassen?
Dein Ergebnis
Ein verständliches Gesamtbild deiner aktuellen Belastung und ein konkreter, überprüfbarer Entlastungsschritt.