Eine Erfahrung von innen und von außen betrachten
Du kannst dich an eine Erfahrung so erinnern, als blicktest du wieder durch deine eigenen Augen. Du kannst dir dieselbe Szene auch aus einer beobachtenden Entfernung vorstellen. Im NLP heißen diese Betrachtungsweisen assoziiert und dissoziiert. Gemeint ist hier ein bewusst gewählter Perspektivwechsel in der Vorstellung. Beide Zugänge können unterschiedliche Einzelheiten sichtbar machen und helfen, eine kommende Handlung vorzubereiten.
Eine Erfahrung von innen und von außen betrachten
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Zwei Perspektiven auf dieselbe Erfahrung führen zu einem gemeinsamen Abgleich. Daraus wählst du eine konkrete Handlung für den Alltag.
FrageWas erkenne ich genauer, wenn ich meine Innensicht und den Blick auf den Ablauf zusammenführe?
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Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die beiden oberen Kreise beziehen sich auf dieselbe Erfahrung. Wähle zum Einstieg einen angenehmen oder alltäglichen Moment, etwa einen gelungenen Gesprächsbeginn. Links stellst du dir vor, wieder an deinem damaligen Platz zu sein. Du beschreibst, was vor dir liegt, was du hörst und wie du den Moment erlebst. Dadurch wird die persönliche Innensicht anschaulich.
Rechts betrachtest du die Szene wie einen kurzen Film, in dem du selbst zu sehen bist. Achte auf Haltung, Reihenfolge und Wechselwirkung: Wer beginnt zu sprechen? Wer lässt eine Pause? Wann wird der Kontakt leichter? Der Blick von außen macht andere Aspekte zugänglich; auch er bleibt deine Vorstellung und wird mit konkreten Erinnerungen abgeglichen.
Der gemeinsame Abgleich führt die Erkenntnisse zusammen. Von innen weißt du vielleicht, dass du unsicher warst. Von außen bemerkst du zugleich, dass du ruhig zugehört und eine verständliche Frage gestellt hast. Beides kann zur selben Situation gehören. Du erhältst eine genauere Beschreibung, wenn du Empfindungen, sichtbares Verhalten und Vermutungen getrennt benennst.
Im unteren Kreis entsteht eine nutzbare Handlung. Du kannst einen gelungenen Teil beibehalten oder eine kleine Veränderung erproben. Stelle dir zum Abschluss den nächsten passenden Anlass wieder aus deiner eigenen Perspektive vor: Welchen Satz sprichst du und was tust du danach? Beende die Vorstellung mit einem bewussten Blick in den Raum.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Du erinnerst dich an eine kurze Präsentation. Von innen bemerkst du deine Anspannung. Von außen fällt dir auf, dass du eine klare Struktur hattest und die Zuhörer deinen Beispielen folgten. Für den nächsten Termin behältst du die Struktur bei und planst vor dem ersten Beispiel eine kurze Pause.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle einen angenehmen oder neutralen Moment mit klarem Anfang und Ende. Notiere kurz, was tatsächlich geschehen ist.
Betrachte ihn aus deinen eigenen Augen. Halte je eine Wahrnehmung zum Sehen, Hören und Spüren fest, soweit dir diese Zugänge zugänglich sind.
Stelle dir die Szene aus beobachtender Entfernung vor. Notiere zwei Einzelheiten zum sichtbaren Verhalten und zum Ablauf.
Vergleiche beide Beschreibungen. Welche Information ergänzt die andere? Markiere, was eine Beobachtung und was eine Vermutung ist.
Wähle eine konkrete Handlung für einen kommenden Anlass. Stelle dir ihre Ausführung aus deiner eigenen Perspektive vor und kehre dann mit der Aufmerksamkeit in den Raum zurück.
Dein Ergebnis
Zwei ergänzende Beschreibungen derselben Erfahrung und ein konkreter nächster Handlungsschritt.