Zwischentöne im eigenen Zustand erkennen
Vier Zustandsstufen laden dazu ein, das eigene Erleben genauer zu unterscheiden. Sie bilden eine offene Skala der Selbstbeobachtung und keine Bewertung der Person.
Zwischentöne im eigenen Zustand erkennen
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Die verbundenen Kreise zeigen mögliche Zwischentöne. Die Doppelpfeile stehen für veränderliches Erleben, nicht für eine vorgeschriebene Entwicklung.
Deine Frage zum ModellWelches Wort beschreibt meinen jetzigen Zustand genauer als nur gut oder schlecht?
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Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die Begriffe sind eine mögliche Benennung der sichtbaren Unterschiede, keine Deutung fremder Gesichter. Du kannst sie durch eigene Wörter ersetzen. Das Modell hilft vor allem beim Vergleich deines eigenen Erlebens: Eine Veränderung muss nicht sofort vom einen Ende zum anderen führen. Auch ein kleiner Zwischenschritt lässt sich beschreiben und für die nächste Handlung nutzen.
In einer Übungsfolge können kleine Unterschiede im Erleben sichtbar werden. Die verbundenen Stationen stehen dabei für eigene Beobachtungen über die Zeit. Eine Person muss nicht sofort von starker Anspannung zu Offenheit wechseln; ein etwas klarerer Auftrag oder eine kleine Entlastung kann bereits einen bedeutsamen Unterschied machen.
Lass die übende Person ihre Zustandswörter selbst wählen. Ein freundlicher Gesichtsausdruck beweist nicht, dass sich jemand innerlich wohlfühlt. Frage nach wahrnehmbaren Merkmalen und prüfe gemeinsam, welcher nächste Schritt hilfreich wäre. Die Beschreibung dient der Verständigung über eine Erfahrung, nicht einer Bewertung des Menschen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Nach dem Sortieren deiner nächsten Aufgaben fühlst du dich noch nicht begeistert, aber weniger unübersichtlich und etwas ruhiger. Genau diesen Unterschied hältst du fest. Nach einer ersten Präsentationsübung beschreibt sich jemand als angespannt. Nach einer Pause und einer klareren Gliederung lautet die Rückmeldung „noch aufgeregt, aber orientierter“. Dieser Unterschied hilft, den nächsten Versuch gezielt vorzubereiten.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle das Wort, das deinen gegenwärtigen Zustand am besten beschreibt, oder formuliere ein eigenes.
Benenne ein konkretes Merkmal, an dem du diesen Zustand bei dir bemerkst.
Probiere einen kleinen hilfreichen Schritt aus und beschreibe anschließend den Unterschied, auch wenn er gering ist.
Lass vor und nach einem überschaubaren Übungsversuch jeweils ein eigenes Zustandswort und ein konkretes Merkmal benennen. Nutze den Vergleich für den nächsten passenden Schritt.
Dein Ergebnis
Eine differenzierte Selbstbeschreibung und ein erkennbarer kleiner Veränderungsschritt.