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Zustand & Emotion · Schaubild 11 / 87

Hilfreiche Zustände mit einem Signal verbinden

Ankern bezeichnet hier das bewusste Verbinden eines hilfreichen Erlebens mit einem wiedererkennbaren Signal. Fünf Kriterien werden unter den Anfangsbuchstaben TIGER zusammengefasst.

Hilfreiche Zustände mit einem Signal verbinden

Ankern bezeichnet hier das bewusste Verbinden eines hilfreichen Erlebens mit einem wiedererkennbaren Signal. Fünf Kriterien werden unter den Anfangsbuchstaben TIGER zusammengefasst.

Schaubild 11 · Zustand & Emotion

Hilfreiche Zustände mit einem Signal verbinden

Intensität der hilfreichen Erfahrung

BeginnSignal im passenden MomentZeit

Zeitpunkt des SignalsHilfreiches Erleben

Das vollständige Schaubild · zum Lesen von Einzelheiten auf dem Bildschirm vergrößern.

T

Timing

Das Signal mit dem passenden Moment verbinden.

I

Intensität

Eine deutlich erlebbare hilfreiche Erfahrung wählen.

G

Genauigkeit

Das Signal möglichst gleich ausführen.

E

Einzigartigkeit

Ein klar unterscheidbares Signal verwenden.

R

Reinheit

Bei der ausgewählten hilfreichen Erfahrung bleiben.

TIGER · ein hilfreiches Signal

Alle fünf Kriterien tragen gemeinsam zum hilfreichen Signal in der Mitte bei. Oben bei T beginnend liest du im Uhrzeigersinn T – I – G – E – R: Timing, Intensität, Genauigkeit, Einzigartigkeit und Reinheit. Die Kurvenmarkierung zeigt den passenden Zeitpunkt für das Signal.

Deine Frage zum Modell

Welches Signal hilft mir, eine hilfreiche Erfahrung wieder ins Bewusstsein zu holen?

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Den Zusammenhang verstehen

So liest du das Schaubild.

Die fünf Kriterien beziehen sich auf dasselbe hilfreiche Signal in der Mitte. Beginne oben bei T und lies im Uhrzeigersinn T – I – G – E – R. Die Kurve zeigt einen schematischen Verlauf des Erlebens; die Markierung hebt den Zeitpunkt hervor, zu dem du das Signal setzt. Sie stellt keine gemessene Wirkung dar.

T · Timing: Verbinde dein Signal mit dem Moment, in dem die ausgewählte hilfreiche Erfahrung für dich deutlich zugänglich ist. Es kann etwa die Ruhe aus einem gelungenen Gespräch sein. Nimm zunächst die Erinnerung und ihre Einzelheiten wahr, bevor du das Signal kurz ausführst. Die zeitliche Verbindung ist das Thema dieses Kriteriums.

I · Intensität: Wähle eine Erfahrung, die du angenehm und ausreichend deutlich erinnern kannst. Intensität meint hier ihre Erlebbarkeit. Du brauchst keinen besonders starken Zustand zu erzwingen. Hilfreich sind konkrete Einzelheiten: Was hast du gesehen, gehört und gespürt, als du ruhig oder handlungsfähig warst?

G · Genauigkeit: Lege fest, wie du dein Signal ausführst. Wenn du zum Beispiel zwei Fingerspitzen zusammenlegst, wähle eine angenehme Berührung und wiederhole sie möglichst gleich. Die Wiedererkennbarkeit macht es später leichter, zu prüfen, ob du dich dadurch an die gewählte Erfahrung erinnerst.

E · Einzigartigkeit: Wähle ein Signal, das du im Alltag bewusst von anderen Handlungen unterscheiden kannst. Eine kleine selbst gewählte Geste oder ein bestimmtes Wort kann geeignet sein. Entscheidend ist, dass du weißt, welches Signal zu dieser Erfahrung gehört und wann du es gezielt verwenden möchtest.

R · Reinheit: Richte dich beim Verbinden möglichst auf die ausgewählte hilfreiche Erfahrung aus. Wenn mehrere gegensätzliche Erinnerungen auftauchen, wähle einen einfacheren, angenehmen Moment und beginne in Ruhe erneut. Danach unterbrichst du die Erinnerung, richtest dich auf die Umgebung aus und prüfst später das Signal für sich. Was es bei dir auslöst, wird beobachtet und nicht vorausgesetzt.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Du erinnerst dich an einen gelungenen Gesprächsbeginn und verbindest dessen Ruhe mit einer kleinen Handbewegung. Vor dem nächsten Gespräch prüfst du, ob sie dich daran erinnert.

Die praktische Anwendung

Übertrage es auf deine Situation.

  1. Wähle eine angenehme Alltagserfahrung, in der du dich ruhig oder handlungsfähig erlebt hast. Beschreibe die wichtigsten Einzelheiten.

  2. Bestimme ein einfaches, angenehm ausführbares und wiedererkennbares Signal. Lege seine konkrete Ausführung fest.

  3. Rufe die Erfahrung in Erinnerung und setze das Signal kurz, wenn das hilfreiche Erleben für dich deutlich ist.

  4. Unterbrich die Übung und richte deine Aufmerksamkeit auf die aktuelle Umgebung. Prüfe später das Signal allein und beschreibe ehrlich, was du bemerkst.

  5. Wähle einen passenden Alltagsanlass zum weiteren Erproben. Behalte das Signal nur bei, wenn du es als hilfreich erlebst.

Dein Ergebnis

Ein bewusst erprobtes Erinnerungssignal und eine ehrliche Beobachtung seiner Wirkung.

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