Ein Thema als zusammenhängende Landkarte planen
Eine Themenlandkarte hilft dir, einen Vortrag oder ein Seminar vom gemeinsamen Anliegen aus zu planen. Um das Thema in der Mitte ordnest du Zielgruppe, Lernziel, Erklärungsmodelle, Erfahrungen, Übungen und Transfer an. Querverbindungen zeigen, welcher Inhalt welchen Teil des Lernens unterstützt.
Ein Thema als zusammenhängende Landkarte planen
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Alle Zweige beziehen sich auf eine Leitfrage. Verbinde bei der Planung ein Erklärungsmodell mit Beispiel, Übung und Transfer, damit daraus ein vollständiger Lernweg wird.
FrageWelcher Zweig trägt zum Lernziel bei, und wo fehlt noch eine Verbindung zur Anwendung?
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Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die Mitte enthält eine konkrete Leitfrage. „Wie führen wir verständliche Übergaben durch?“ gibt mehr Orientierung als das große Wort „Kommunikation“. Jeder Zweig soll etwas zur Beantwortung dieser Frage beitragen. Sammle zunächst offen und entscheide erst anschließend, welche Inhalte wirklich benötigt werden.
Menschen, Anlass und Ziel bestimmen die Auswahl. Eine Einführungsveranstaltung braucht andere Beispiele und Begriffe als die gemeinsame Auswertung eines erfahrenen Teams. Frage nach tatsächlichen Aufgaben, vorhandenen Kenntnissen und einem beobachtbaren Lernergebnis. So bekommt die Landkarte einen klaren Bezug zum Alltag.
Verbinde jedes Erklärungsmodell mit einem Beispiel und einer möglichen Anwendung. Beim Thema Stress könnten Wahrnehmung, eigene Bewertungen und verfügbare Ressourcen dazugehören. Beim Thema Kommunikation könnten Zuhören, präzise Fragen und Rückmeldungen die Hauptzweige bilden. Diese Beispiele sind Themenvorschläge, keine Pflichtliste.
Die Verbindung von Übung und Transfer verhindert, dass die Planung bei Information stehen bleibt. Eine Übung erprobt genau das, was das Lernziel verlangt; die Auswertung benennt hilfreiche Unterschiede. Zum Schluss legst du einen Anwendungsanlass und nötige Unterstützung fest. Streiche oder verschiebe Inhalte, die keinen dieser Wege unterstützen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Für ein Seminar über schwierige Gespräche steht in der Mitte: „Ein Anliegen klar und respektvoll ansprechen“. Ein Zweig erklärt Beobachtung und Bewertung, ein zweiter zeigt ein Gesprächsbeispiel, ein dritter führt zur Partnerübung. Die Teilnehmenden wählen abschließend ein reales Gespräch für den ersten Einsatz.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Schreibe eine konkrete Leitfrage in die Mitte. Benenne Zielgruppe und Anlass in wenigen Worten.
Fülle die sechs Zweige mit jeweils zwei bis vier Stichpunkten. Prüfe die Verbindung zum gemeinsamen Lernziel.
Verbinde eine Erklärung mit einem Beispiel, einer Übung und einem Transferanlass. Dieser Weg bildet den Kern deiner Einheit.
Ordne erst danach die zeitliche Abfolge. Verschiebe ergänzende Inhalte in eine Vertiefung, wenn sie den Kern unnötig überladen.
Dein Ergebnis
Eine geordnete Themenlandkarte, aus der sich eine passende Lerneinheit entwickeln lässt.