Vom Standort zum gewünschten Zustand
Ein gewünschter Zustand wird leichter greifbar, wenn du den tatsächlichen Ausgangspunkt, die Anliegen hinter beiden Zuständen und die verfügbaren Ressourcen kennst. Das Modell verbindet diese Elemente mit einem übergeordneten Warum. Eine Als-ob-Frage hilft dir, das Ziel konkret vorstellbar zu machen und daraus einen nächsten Schritt abzuleiten.
Vom Standort zum gewünschten Zustand
Das vollständige Schaubild · zum Lesen von Einzelheiten auf dem Bildschirm vergrößern.
In der Mitte stehen Heute und Ziel, außen ihre jeweiligen Anliegen. Oben verbindet das übergeordnete Warum beide Seiten. Die Ressourcen unten tragen den nächsten Schritt zum gewünschten Zustand.
FrageWelche vorhandene Ressource bringt mich meinem Wunschzustand heute näher?
ERFOLGREICH FREI SEIN · erfolgreichfreisein.de
Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die beiden mittleren Kreise der oberen Reihe unterscheiden den heutigen und den gewünschten Zustand. Beschreibe beide anhand derselben Situation. Aus „Ich möchte besser organisiert sein“ wird beispielsweise: „Am Montag beginne ich mit einer geordneten Aufgabenliste und weiß, welche drei Ergebnisse diese Woche wichtig sind.“ Der Unterschied lässt sich nun im Alltag erkennen.
Links fragst du nach dem Anliegen, das das bisherige Vorgehen erfüllt. Vielleicht ermöglicht spontane Planung Flexibilität. Rechts klärst du, weshalb der gewünschte Zustand attraktiv ist, etwa weil eine Übersicht Verlässlichkeit schafft. Diese beiden Anliegen machen verständlich, was im Übergang berücksichtigt werden soll.
Das übergeordnete Warum verbindet die wertvollen Teile: Flexibilität und Verlässlichkeit können beide einem selbstbestimmten Arbeiten dienen. Du kannst damit ein Ziel gestalten, das einen wichtigen Nutzen des bisherigen Verhaltens auf eine neue Weise erhält. Eine Wochenübersicht mit bewusst freigehaltenen Zeitfenstern wäre eine solche Verbindung.
Die Ressourcen tragen den nächsten Schritt in der Mitte. Dazu gehören bereits vorhandene Erfahrungen, Fähigkeiten, Zeit, Hilfsmittel und Unterstützung. Benenne sie konkret: „eine halbe Stunde am Freitag“, „eine einfache Liste“ oder „Rückmeldung von einer Kollegin“. Bestimme anschließend, wie du eine davon tatsächlich einsetzen wirst.
Der Als-ob-Rahmen hilft beim Konkretisieren: „Angenommen, das Ziel wäre bereits erreicht: Was würdest du am nächsten Morgen anders tun?“ Du kannst auch fragen, wie eine dir vertraute Person vorgehen würde oder woran du eine überraschend gelungene Veränderung bemerkst. Nutze die Vorstellung, um einen real ausführbaren Schritt zu finden.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Du möchtest Besprechungen klarer führen. Dein Wert ist Verlässlichkeit; deine Ressourcen sind eine Agenda und eine Kollegin, die Rückmeldung gibt. Der erste Schritt ist eine schriftliche Zielsetzung vor dem nächsten Termin.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Beschreibe deinen heutigen und deinen gewünschten Zustand anhand derselben überschaubaren Situation.
Frage bei beiden Zuständen nach dem wichtigen Anliegen. Halte fest, welcher Nutzen des bisherigen Vorgehens erhalten bleiben soll.
Benenne das übergeordnete Warum und mindestens zwei konkret verfügbare Ressourcen.
Stelle dir vor, das Ziel wäre bereits erreicht. Beschreibe eine sichtbare Handlung daraus und wähle die kleinste heute ausführbare Form.
Lege Zeitpunkt und Ressourceneinsatz fest. Prüfe nach der Umsetzung, ob der Schritt dem Ziel und dem wichtigen bisherigen Anliegen gerecht geworden ist.
Dein Ergebnis
Ein begründetes Ziel und eine konkrete Brücke aus vorhandenen Möglichkeiten.