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Wahrnehmung · Schaubild 04 / 87

Die Eigenschaften innerer Vorstellungen

Submodalitäten sind die feineren Eigenschaften innerhalb einer Sinnesvorstellung. Ein inneres Bild kann nah oder fern erscheinen, ein vorgestellter Klang laut oder leise, eine Empfindung eng oder weit. Die drei Themenkreise geben dir Wörter, mit denen du dein Erleben genauer beschreiben und einzelne Merkmale bewusst vergleichen kannst.

Die Eigenschaften innerer Vorstellungen

Submodalitäten sind die feineren Eigenschaften innerhalb einer Sinnesvorstellung. Ein inneres Bild kann nah oder fern erscheinen, ein vorgestellter Klang laut oder leise, eine Empfindung eng oder weit. Die drei Themenkreise geben dir Wörter, mit denen du dein Erleben genauer beschreiben und einzelne Merkmale bewusst vergleichen kannst.

Schaubild 04 · Wahrnehmung

Die Eigenschaften innerer Vorstellungen

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Eigenschaften einer Vorstellung

Visuell · Sehen

  • Nah / fern
  • scharf / unscharf
  • farbig / schwarzweiß
  • hell / dunkel
  • groß / klein
  • still / bewegt

Auditiv · Hören

  • Laut / leise
  • harmonisch / dissonant
  • hoch / tief
  • dumpf / klar
  • rhythmisch / unregelmäßig

Kinästhetisch · Spüren

  • Eng / weit
  • hart / weich
  • satt / leer
  • fest / locker
  • glatt / rau
  • nass / trocken

Drei verbundene Sinnesbereiche enthalten feinere Unterscheidungen. Vergleiche jeweils nur eine Eigenschaft innerhalb eines Bereichs.

Deine Frage zum Modell

Welche Eigenschaft meiner Vorstellung macht für mein Erleben einen Unterschied?

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Den Zusammenhang verstehen

So liest du das Schaubild.

Der gemeinsame Mittelpunkt ist eine bestimmte Vorstellung. Die drei Zweige ordnen ihre visuellen, auditiven und körperlich empfundenen Eigenschaften. Du musst nicht in allen Bereichen etwas deutlich wahrnehmen. Beginne mit dem Zugang, den du für diese Vorstellung am besten beschreiben kannst.

Visuell fragst du beispielsweise nach Abstand, Schärfe, Farbe, Helligkeit, Größe und Bewegung. Es macht einen beschreibbaren Unterschied, ob ein inneres Bild nah und groß oder weiter entfernt und klein erscheint. Notiere zuerst, wie es von selbst auftaucht, bevor du ein Merkmal bewusst veränderst.

Auditiv betrachtest du unter anderem Lautstärke, Tonhöhe, Klarheit und Rhythmus. Bei einem vorgestellten Satz kannst du erkunden, wie er klingt und ob du ihn in einer anderen Lautstärke oder Geschwindigkeit vorstellen kannst. Halte dabei den Wortlaut gleich, damit der Vergleich eindeutig bleibt.

Kinästhetisch beschreibst du körperlich empfundene Qualitäten. Wörter wie eng, weit, fest, locker, glatt oder rau helfen, einen Eindruck genauer zu benennen. Entscheidend ist deine eigene Wahrnehmung; die Wortpaare sind Angebote für die Beschreibung.

Verändere beim Erkunden jeweils nur ein Merkmal und vergleiche mit der Ausgangsvorstellung. So kannst du erkennen, ob und wie dieser Unterschied dein Erleben begleitet. Eine Veränderung kann deutlich, klein oder kaum bemerkbar sein. Übernimm nur das als Ergebnis, was du tatsächlich wahrgenommen hast.

Bei der Beschreibung kannst du zwischen abgestuften und kategorialen Merkmalen unterscheiden. Eine vorgestellte Lautstärke kann stufenweise lauter oder leiser werden. Ein Bild kann dagegen beispielsweise als still oder bewegt beschrieben werden. Diese Unterscheidung hilft, eine Veränderung genauer zu benennen; im tatsächlichen Erleben können Übergänge auch uneindeutig sein.

Zusätzlich kann die Perspektive wechseln: Erlebst du eine Szene aus den eigenen Augen oder stellst du dir vor, dich von außen zu betrachten? Diese Frage betrifft den Blick auf die Erfahrung und ergänzt die Sinneseigenschaften. Arbeite mit einer neutralen oder angenehmen Situation und ändere jeweils nur ein Merkmal, damit der Vergleich überschaubar bleibt.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Du stellst dir einen ruhigen Garten zuerst aus der Ferne und dann näher vor. Du vergleichst, welche Einzelheiten deutlicher werden und wie sich die beiden Vorstellungen anfühlen. Du stellst dir einen vertrauten Arbeitsplatz vor und beschreibst zuerst Helligkeit und Abstand. Danach vergleichst du nur den Abstand des Bildes und hältst fest, ob sich für dich ein Unterschied ergibt. Eine bestimmte Wirkung wird dabei nicht vorausgesetzt.

Die praktische Anwendung

Übertrage es auf deine Situation.

  1. Wähle eine angenehme oder neutrale Vorstellung und notiere ihre wahrnehmbaren Eigenschaften in den drei Sinnesbereichen.

  2. Entscheide dich für ein einzelnes Merkmal, etwa die Entfernung des inneren Bildes oder die Lautstärke eines vorgestellten Satzes.

  3. Verändere nur dieses Merkmal und beschreibe, was du dabei bemerkst.

  4. Kehre zur Ausgangsvorstellung zurück und vergleiche beide Varianten. Halte fest, welcher Unterschied für dich tatsächlich erkennbar war.

  5. Wenn eine Variante angenehm und hilfreich war, wähle eine kleine Alltagssituation, in der du sie erneut bewusst ausprobieren möchtest.

  6. Wähle ein einzelnes Merkmal und beschreibe, ob du es eher in Abstufungen oder als unterschiedliche Variante wahrnimmst. Vergleiche anschließend zwei Ausprägungen bei gleichbleibendem übrigen Inhalt.

Dein Ergebnis

Ein genaueres Vokabular und eine eigene Beobachtung zu inneren Vorstellungen.

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