Fest gewordene Bedeutungen wieder öffnen
Ein Wort oder ein kurzer Satz kann viele Erfahrungen und Annahmen bündeln. Bei der transderivationalen Suche, kurz TDS, gehst du von einem Ausdruck zu seiner persönlichen Bedeutung und den dazugehörigen Erfahrungen zurück. Die sechs Sprachmuster helfen dir, diesen Weg mit konkreten Fragen zu öffnen und eine Aussage verständlicher zu machen.
Fest gewordene Bedeutungen wieder öffnen
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Die sechs Sprachmuster öffnen unterschiedliche Fragewege zum Erfahrungszusammenhang. Wähle den zum Satz passenden Zugang und lasse die Person ihre Bedeutung konkretisieren.
FrageWelcher konkrete Vorgang steckt hinter meinem abstrakten oder feststehenden Satz?
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Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Der gemeinsame Mittelpunkt ist der Erfahrungszusammenhang hinter einem Ausdruck. Ein Wort wie „Vertrauen“ kann bei verschiedenen Menschen andere Erinnerungen und Erwartungen aufrufen. Die sechs Themenkreise bieten unterschiedliche Zugänge, um diese persönliche Bedeutung zu konkretisieren. Du wählst die Frage, die zum tatsächlich gesprochenen Satz passt.
Eine Nominalisierung fasst einen Vorgang als Hauptwort zusammen. Bei „Unsere Kommunikation ist schlecht“ fragst du: „Wer spricht wann mit wem und was geschieht dabei?“ Dadurch wird ein abstraktes Urteil wieder zu einer beschreibbaren Handlung. Bei „A macht B“ untersuchst du die behauptete Verbindung: „Wie führt die ausbleibende Antwort dazu, dass du keine weitere Anfrage sendest?“
„A ist B“ setzt zwei Dinge in ihrer Bedeutung gleich. „Sein Schweigen ist Ablehnung“ wird mit der Frage nach den konkreten Anzeichen und möglichen anderen Erklärungen genauer. „Weil“ lenkt den Blick auf die Begründung. Du fragst, welche Erfahrung den Schluss trägt und welche Information für seine Prüfung noch fehlt.
„Wenn … dann“ beschreibt eine erwartete Folge unter einer bestimmten Bedingung. Kläre beide Teile und frage, ob die Verbindung bereits erlebt wurde oder eine Vorhersage ist. Wörter wie „alle“, „immer“ und „überall“ erweitern eine Aussage auf viele Fälle. Die Frage nach einer Ausnahme hilft, ihren tatsächlichen Geltungsbereich genauer zu beschreiben.
Die innere Suche kann Erinnerungen, Bilder, Worte oder einfach ein genaueres Wissen um die gemeinte Situation ansprechen. Lasse die Person selbst formulieren, was dazu passt. Fasse die Antwort zusammen und prüfe, welche neue Information jetzt eine Handlung oder Vereinbarung ermöglicht.
Ein Beispiel aus dem Alltag
„Wenn ich nachfrage, wirke ich immer unvorbereitet.“ Du klärst, bei wem das bereits geschehen ist und woran die Wirkung erkennbar war. Dabei erinnert sich die Person auch an eine Nachfrage, die eine Besprechung verbessert hat. Der genauere Satz lautet: „Ich möchte zuerst sagen, was ich verstanden habe, und dann die noch offene Einzelheit erfragen.“
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle einen kurzen Satz, den du genauer verstehen möchtest. Schreibe ihn möglichst wortgetreu auf.
Finde das passende Sprachmuster und formuliere zunächst eine offene Nachfrage. Gib der Antwort ausreichend Raum.
Halte die neu genannten Personen, Handlungen, Bedingungen und Bedeutungen getrennt fest. Prüfe bei einer Erwartung, was bereits erlebt wurde und was vermutet wird.
Formuliere die Aussage mit diesen Einzelheiten neu. Lass sie bestätigen oder korrigieren und leite daraus einen konkreten Klärungs- oder Handlungsschritt ab.
Dein Ergebnis
Eine entfaltete Beschreibung, an der du weiterfragen und handeln kannst.