Direktes Erleben und vermitteltes Vorstellen
Du kannst etwas selbst sehen, hören oder spüren. Du kannst auch eine Beschreibung hören oder lesen und daraus eine innere Vorstellung bilden. Beide Zugänge liefern Informationen, unterscheiden sich aber in ihrer Herkunft. Das Schaubild hilft dir, eine eigene Wahrnehmung von einem sprachlich vermittelten Eindruck und deinen Ergänzungen zu unterscheiden.
Direktes Erleben und vermitteltes Vorstellen
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Zwei Zugänge führen zum Abgleich: selbst wahrnehmen oder sich aufgrund einer Beschreibung etwas vorstellen.
Deine Frage zum ModellWas habe ich selbst wahrgenommen und was anhand einer Beschreibung ergänzt?
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Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Beim direkten Zugang bist du selbst mit dem Ereignis oder Gegenstand in Kontakt. Du hörst einen Ton, siehst eine Bewegung oder fühlst eine Oberfläche. Beschreibe zunächst möglichst genau, was du wahrnimmst. „Die Stimme war leise“ enthält eine andere Information als „Die Person war unsicher“: Der zweite Satz deutet die Beobachtung bereits.
Beim vermittelten Zugang hörst oder liest du Worte über eine Erfahrung. Aus „ein gemütlicher Raum“ kann vor deinem inneren Auge ein Sofa, warmes Licht oder ein bestimmter Ort entstehen. Welche Einzelheiten du ergänzt, hängt auch von deinen eigenen Erfahrungen ab. Andere Menschen können sich unter denselben Worten etwas anderes vorstellen.
Der Abgleich führt beide Wege zusammen. Frage, welche Information tatsächlich genannt wurde und welche du selbst ergänzt hast. Wenn es für das Anliegen wichtig ist, frage nach einem konkreten Beispiel, einem beobachtbaren Ablauf oder einer genaueren Beschreibung.
Das Modell hilft besonders in Gesprächen, in denen kurze Bewertungen viel Bedeutung tragen. Bei „Die Besprechung war schwierig“ kannst du nach dem Wortlaut, den beteiligten Personen und dem Verlauf fragen. Dadurch wird genauer verständlich, worauf die Einschätzung beruht und was als Nächstes zu klären ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Jemand nennt ein Gespräch „kühl“. Du fragst nach Wortlaut und Verhalten und erkennst, welche Teile du zuvor selbst in diese Beschreibung hineingelesen hast.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Betrachte einen einfachen Gegenstand. Notiere drei unmittelbar wahrnehmbare Eigenschaften.
Lass dir einen anderen Gegenstand beschreiben, ohne ihn zu sehen. Halte fest, welche Vorstellung du dabei entwickelst.
Vergleiche anschließend den Gegenstand mit Beschreibung und Vorstellung. Markiere die genannten und die selbst ergänzten Einzelheiten.
Übertrage den Vergleich auf einen Satz aus einem Gespräch. Stelle eine Frage zu der Information, die für dein Anliegen noch fehlt.
Dein Ergebnis
Mehr Klarheit über die Herkunft deiner Eindrücke.