Aktivierung wahrnehmen und begleiten
Aktivierung beschreibt hier, wie wach, angeregt oder angespannt du dich im Verlauf einer Situation erlebst. Sie kann ansteigen, eine Spitze erreichen und wieder abnehmen. Das Schaubild hilft dir, diesen Verlauf genauer wahrzunehmen und einen passenden Zeitpunkt für eine unterstützende Handlung zu finden. Die Kurven sind schematische Beispiele, keine Messwerte.
Aktivierung wahrnehmen und begleiten
Erlebte Aktivierung
Verlauf AVerlauf B
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Die Kurven zeigen mögliche Verläufe. Die verbundenen Stationen helfen dir, Ausgangslage, Anstieg, Spitze und Rückkehr zu unterscheiden.
Deine Frage zum ModellWelches frühe Signal hilft mir, meinen Zustand rechtzeitig zu begleiten?
ERFOLGREICH FREI SEIN · erfolgreichfreisein.de
Den Zusammenhang verstehen
So liest du das Schaubild.
Die waagerechte Achse steht für den zeitlichen Verlauf. Die Höhe der Kurve steht für die erlebte Aktivierung. Die beiden Farben unterscheiden zwei mögliche Verläufe: Einer hat eine deutlichere Spitze, der andere verläuft an dieser Stelle flacher. Sie bezeichnen weder feste Personentypen noch automatisch einen guten und einen schlechten Zustand.
Die Ausgangslage ist dein Vergleichspunkt. Beschreibe, wie du dich vor der Situation erlebt hast: etwa aufmerksam, müde oder bereits unruhig. Beim Anstieg fragst du nach dem konkreten Anlass und deinen ersten wahrnehmbaren Signalen. Ein schnellerer Redefluss, ein fester Kiefer oder ein bestimmter Gedanke kann dir zeigen, dass sich etwas verändert.
Die Spitze bezeichnet den stärksten Punkt innerhalb des betrachteten Verlaufs. Hier wird deutlich, weshalb ein früheres Signal interessant sein kann: Du kannst bereits beim Anstieg eine passende Pause, Klärung oder Vorbereitung wählen. Welche Handlung für dich passt, hängt von der Situation und deinem eigenen Erleben ab.
Bei der Rückkehr prüfst du, was sich nach dem Ereignis verändert. Das kann ein langsameres Tempo, mehr Übersicht oder eine angenehmere Körperhaltung sein. Vergleiche deinen jetzigen Zustand mit der Ausgangslage. Ziel ist, deinen Verlauf beschreiben und eine hilfreiche Handlung bewusst einsetzen zu können.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Vor einer Präsentation steigt deine Anspannung. Du bemerkst sie an deinem Sprechtempo und beginnst bewusst mit einer kurzen Pause und dem vorbereiteten ersten Satz.
Die praktische Anwendung
Übertrage es auf deine Situation.
Wähle eine alltägliche Situation mit einem klaren Anfang und Ende. Skizziere, wie sich deine Aktivierung dabei verändert hat.
Markiere Ausgangslage, Anstieg, Spitze und Rückkehr. Ergänze zu jeder Stelle eine konkrete Beobachtung.
Wähle ein frühes Signal und eine kleine passende Handlung, etwa eine Pause oder eine Klärungsfrage.
Erprobe die Handlung beim nächsten ähnlichen Anlass. Halte anschließend fest, wann du das Signal erkannt hast und was sich tatsächlich verändert hat.
Dein Ergebnis
Eine persönliche Verlaufsskizze mit einem erkennbaren Signal und einer passenden Handlung.